+49 2597 403370-0 kontakt@agile-augenhoehe.de

28. Oktober 2026

Führung greifbar machen: LEGO® SERIOUS PLAY® im 1:1-Coaching

Eine Anfrage zur Unterstützung bei einer Bewerbung. Eineinhalb Tage intensive Arbeit. Und am Ende eine klare Vorstellung davon, wie die eigene Führung aussehen soll – vom Bewerbungsprozess über die ersten 100 Tage bis zum Zukunftsbild für den eigenen Verantwortungsbereich.

Diesen Praxisfall habe ich beim LEGO® SERIOUS PLAY® Global Community Meeting 2026 in Billund (Dänemark) vorgestellt und mit internationalem Fachpublikum diskutiert. Veranstaltet wurde das Treffen von der Association of Master Trainers. Der Titel meines englischsprachigen Vortrags: „No Idea How to Apply: A 1:1 Leadership Coaching Story with LEGO® SERIOUS PLAY®“.

Es hat richtig Spaß gemacht, meine Erfahrungen zu teilen, Fragen zu diskutieren und zu erleben, wie viel Interesse der Einsatz der Methode im Einzelcoaching geweckt hat.

Am Anfang stand die Bewerbung

Ein langjähriger Mitarbeiter wollte sich auf seine erste formale Führungsposition bewerben. Er kannte die Organisation und die fachlichen Aufgaben gut. Künftig würde er einen Bereich mit mehreren unterschiedlichen Teams verantworten.

Seine ursprüngliche Anfrage war überschaubar: Unterstützung bei der Bewerbung.

Im Gespräch wurde deutlich, dass dahinter größere Fragen standen: Was qualifiziert mich für diese Aufgabe? Wie möchte ich führen? Was brauchen die Teams von mir? Und wie würde ich die neue Rolle konkret gestalten?

Er hatte bereits Führungsseminare besucht. Trotzdem fiel es ihm schwer, sein eigenes Führungsverständnis zu formulieren und daraus einen überzeugenden Weg für die Bewerbung abzuleiten.

Genau daran haben wir gearbeitet.

Eigene Führungserfahrung entdecken

In der eineinhalbtägigen Begleitung haben wir mit LEGO® SERIOUS PLAY® seine Erfahrungen, sein Selbstverständnis und die Anforderungen der angestrebten Rolle erkundet.

Dazu baute er Modelle, erläuterte ihre Bedeutung und setzte sie miteinander in Beziehung. So konnten wir an konkreten Darstellungen weiterfragen: Was steckt dahinter? Wo zeigt sich das bereits im Alltag? Was davon ist für die neue Aufgabe wichtig?

Ein entscheidender Moment entstand, als er erkannte, wie viel Führungserfahrung er bereits mitbrachte. Unter anderem hatte er als Handballtrainer und in der Koordination von Projekten Verantwortung übernommen, Menschen eingebunden und gemeinsame Ziele verfolgt.

Diese Erfahrungen bekamen eine neue Bedeutung. Er konnte erkennen, worauf er aufbauen und was er in das professionelle Führungsumfeld übertragen konnte.

Aus der zunächst unsicheren Vorbereitung entstand zunehmend Klarheit über seine eigene Position.

Was beim Bauen sichtbar wird

Mich hat besonders beeindruckt, welches Wissen in diesem Prozess zugänglich wurde. Erfahrungen und Vorstellungen, mit denen er selbst zu Beginn kaum gerechnet hatte, wurden beim Bauen und Erzählen konkret.

Auf dem Tisch standen schließlich sein Bild von sich selbst, seine Vermutungen darüber, wie andere ihn wahrnehmen, die Anforderungen der neuen Rolle und seine Vorstellungen für die Zukunft.

Wir konnten diese Perspektiven nebeneinander betrachten, Unterschiede besprechen und Verbindungen herstellen. Auch Befürchtungen bekamen eine Form. Dadurch ließ sich erkunden, wie er mit möglichen schwierigen Situationen umgehen könnte.

Die Bedeutung der Modelle kam dabei immer von ihm. Meine Aufgabe war es, den Prozess zu gestalten, Fragen zu stellen und ihn dabei zu unterstützen, seine Erkenntnisse auf die bevorstehende Aufgabe zu übertragen.

Für mich wurde in dieser Begleitung besonders deutlich, wie viel Menschen bereits mitbringen. Manchmal braucht es einen passenden Zugang, damit dieses Wissen für sie selbst sichtbar und nutzbar wird.

Von der Erkenntnis zu konkreten nächsten Schritten

Die Arbeit führte zu einer Bewerbungs- und Positionierungsstrategie und zu einer konkreten Vorstellung von der künftigen Führungsaufgabe.

Am Ende lagen vier miteinander verbundene Ergebnisse vor:

  • ein klareres Verständnis der eigenen Führungsidentität,
  • eine Positionierung für den Bewerbungsprozess,
  • ein Plan für die ersten 100 Tage,
  • ein Zukunftsbild für den Bereich in zwei Jahren.

Für den Einstieg in die Rolle wurden beispielsweise Gespräche mit den Teams und die Klärung von Prioritäten konkret. Zugleich entstand ein Bild davon, wie sich die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Teams entwickeln sollte.

Auch seine persönlichen Entwicklungsfelder wurden deutlich: wirksame Kommunikation, das Verständnis der eigenen Rolle in Organisation und Führung sowie Selbstorganisation und persönliche Wirksamkeit.

Damit hatte er einen konkreten Weg vor sich – von der Bewerbung über den möglichen Einstieg bis zur längerfristigen Gestaltung seines Verantwortungsbereichs. Für die weitere Arbeit an seinen Entwicklungsfeldern wurde anschließend eine zusätzliche Begleitung durch die Organisation beauftragt.

Mit diesem Praxisfall nach Billund

Genau diese Entwicklung wollte ich beim Global Community Meeting in Billund teilen: wie aus einer Anfrage zur Bewerbungshilfe eine intensive Auseinandersetzung mit Führung und der eigenen Zukunft wurde.

Das Interesse während des Vortrags und die Gespräche im Anschluss haben mich sehr gefreut. Mit erfahrenen Facilitatoren aus unterschiedlichen Ländern über den Ansatz zu sprechen, bot zugleich die Gelegenheit, die eigene Arbeit zu reflektieren und neue Perspektiven mitzunehmen.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das wertschätzende Feedback von Per Kristiansen.

Auch die persönlichen Begegnungen mit Per Kristiansen und Robert Rasmussen bleiben mir in Erinnerung. Die Widmungen in ihrem Buch sind eine schöne Erinnerung an diese Tage und den Austausch über meine Arbeit.

Billund bot darüber hinaus viel Gelegenheit, selbst weiterzulernen. Im Austausch mit anderen Facilitatoren wurde spürbar, wie unterschiedlich die Einsatzfelder und Erfahrungen sind – und wie viel sich aus dem gemeinsamen Arbeiten mitnehmen lässt.

Raum für die eigene Führungsrolle

Der Praxisfall zeigt eine Möglichkeit, LEGO® SERIOUS PLAY® im 1:1-Coaching einzusetzen: um die eigene Rolle zu reflektieren, vorhandene Erfahrungen zu erschließen und daraus konkrete Schritte zu entwickeln.

Solche Fragen stellen sich beim Einstieg in Führung ebenso wie bei der Übernahme eines neuen Verantwortungsbereichs oder einer grundlegenden Neuorientierung.

Wie möchte ich führen? Worauf kann ich aufbauen? Was möchte ich verändern? Und womit fange ich an?

Für diese Fragen lohnt es sich, bewusst Raum zu schaffen.

Du möchtest Deine Führungsrolle schärfen oder Dich auf einen nächsten beruflichen Schritt vorbereiten? In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam auf Deine Situation und darauf, welche Form der Begleitung Dich weiterbringen kann.


Der Praxisfall ist zum Schutz der beteiligten Person anonymisiert. Angaben zum organisatorischen Umfeld wurden bewusst weggelassen.

Hinweis: LEGO®, SERIOUS PLAY®, die Minifigur sowie die Steine und Knöpfe sind Marken der LEGO Gruppe, die diese Website nicht sponsert, autorisiert oder unterstützt.

Ich arbeite auf Augenhöhe, schaffe Perspektivwechsel und sorge für Selbstwirksamkeit – denn ich weiß, dass eine solche  Kultur Unternehmen und Menschen wachsen lässt.

Vereinbare jetzt ein 15 Minuten Erstgespräch und lass uns gemeinsam herausfinden, wie es weitergeht.

SOCIAL MEDIA

KONTAKT

Fon: +49 2597 403370-0
Fax: +49 2597 403370-9
E-Mail: kontakt@agile-augenhoehe.de